Demenz-Begleitung - Bild: alte Dame

Demenz

das Krankheitsbild

Abnahme intellektueller Fähigkeiten beim Demenz-Kranken

Unter Demenz versteht man die Abnahme der intellektuellen Fähigkeiten z.B. Rechnen, Schreiben, Sprechen, Erkennen und Urteilen. Die Persönlichkeit und bisherige Lebensführung, sowie bestimmte Wesensmerkmale des einzelnen Menschen haben Einfluss auf die Schwere und den Verlauf der Erkrankung.

Auffälligkeiten im Verhalten eines Demenz-Kranken

Gleichzeitig zur Abnahme der intellektuellen Fähigkeiten zeigen sich emotionale und verhaltensbedingte Auffälligkeiten, wie z.B. Angst, Wut, Agression, Halluzination, Wahnvorstellungen und Tag/Nacht Umkehr. Auch Ernährungsfehler, Flüssigkeitsmangel und Erschöpfung beeinflussen psychische Schwankungen.

Im Zentrum der Erkrankung steht der allmähliche Verlust von Merk- und Erinnerungsfähigkeit. Daraus ergeben sich eine Fülle komplexer Störungen der geistigen Leistungen des Demenz-Kranken, die sich je nach Schwierigkeitsgrad der zu bewältigenden Aufgaben äußern.

Vergessen zur eigenen Person

Am Schlimmsten wird das Vergessen zur eigenen Person wahrgenommen. Das Bewusstsein von Talenten, Fähigkeiten und Schwächen der eigenen Person steht immer unzuverlässiger zur Verfügung. Selbst biografische Fakten und Umrisse zur Identität lösen sich allmählich auf.

Ganzheitliche Fußpflege als Brücke

Die Füße als sensibler und oft auch intimer Bereich bieten einen Ansatz, mit dem Demenz-Betroffenen auf "Tuchfühlung" zu gehen. Immer kommen bei körperlichen Berührungen auch Gespräche zustande.

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Demenz-Begleitung

der ganzheitliche Ansatz

den Menschen mit Demenz verstehen

Um verhaltensauffällige Menschen besser zu verstehen, ist aus ganzheitlicher Sicht eine intensive Auseinandersetzung mit der Biographie des Demenz-Betroffenen nötig.

  • Was erlebte er?
  • Was hat ihn geprägt?
  • Aus welcher Heimat kommt er?
  • Wie war seine Kindheit und Jugend?
  • Was entwickelte er für Überlebensstrategien?

Der Umgang mit dementen Menschen wird durch diese Art und Weise differenziert und persönlich.

Nur über das Verständnis können Sie als Angehörige oder wir als Betreuer die Selbstständigkeit des Demenz-Kranken erhalten und fördern.

Unser psychobiografisches Konzept +

Nur wer Lust hat zu leben, hat auch Lust seine Beine zu bewegen. Deshalb muss zunächst die Seele bewegt werden.

Die psychogeriatrische Betreuung muss am Gefühlsleben des alten dementen Menschen orientiert sein. Die thymophysische Biographie meint jenen Anteil der Seele, der zuständig ist für Stimmung, Triebe, Befindlichkeit, Gefühlsausbrüche, etc.. Hier wird "reaktiviert", nur gewohnte Abläufe und bekannte Handlungen werden vom Demenz-Kranken verlangt.

Für die Begleitung der Demenz-Betroffenen werden Stufen für die begleitende Arbeit festgelegt. Das Konzept beinhaltet:

  • Biographiearbeit durch Reizanflutung
  • Validation
  • Tagesstrukturierung
  • Basale Stimmulation

Musik hören fördert die Hirnleistung um 20%
Sprechen fördert die Hirnleistung um 70%
Kopfgymnastik verbessert die intercraniale Durchblutung.